Wasser ist Leben - Unser WaSH-Projekt 2021/2022 in Malawi

Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene

Mit unserem diesjährigen WaSH-Projekt wollen wir mit dem bewährten Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe die Lebenssituation von Menschen im Süden Malawis verbessern.

Unser Partner Habitat for Humanity Malawi (HfHM) verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der WaSH-Aktivitäten. Daher wird unser Projekt einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Auf Basis vorhandener Erfahrungen aus einem ähnlichen Projekt arbeiten wir mit den Menschen vor Ort zusammen, um wirksame und nachhaltige Lösungen für die Probleme des mangelhaften Zugangs zu sauberem Trinkwasser und fehlender oder unzureichender Hygienepraktiken zu entwickeln.

Brunnen an Schulen sind wichtig für die tägliche Versorgung und Hygiene | HfH

Hier werden wir helfen:

Malawi ist ein kleines ostafrikanisches Land mit etwa 20 Millionen Einwohnern und eines der ärmsten Länder der Welt. Im Index der menschlichen Entwicklung (HDI) liegt Malawi auf Platz 174 von 189. Unsere Projektregion befindet sich im Thyolo-Distrikt im Süden Malawis. Laut dem gemeinsamen Monitoring-Programm zur WaSH-Situation von WHO und UNICEF gibt es vor allem im ländlichen Malawi weder ausreichend sicheres Trinkwasser noch sichere sanitäre Einrichtungen.

Die Situation in Bezug auf Wasser- und Sanitärversorgung ist dramatisch: Fast ein Drittel der Menschen müssen zum Wasser holen über eine halbe Stunde zu Fuß gehen. Wasser bedeutet jedoch nicht gleich sicheres und sauberes Trinkwasser, die Wasserstellen sind oft nicht mehr als ein Tümpel oder Bachlauf. Ebenso prekär ist die sanitäre Situation: Der Großteil der Familien muss sich eine Toilette mit anderen teilen.

Die ländliche Bevölkerung ist auf Subsistenzlandwirtschaft angewiesen. Der der letzte Monat der Trockenzeit wird gemeinhin als „Hungerzeit“ bezeichnet, da die Erträge oft nicht ausreichen. Zu jeder Jahreszeit können die Familien kaum oder gar kein Geld für andere Bedarfe, geschweige denn für die Reparatur von Pumpen und Brunnen, ansparen. Von staatlicher Seite ist die Hilfe unzureichend. Oft liegen Brunnen und Latrinen nach kurzer Zeit brach und sind unbrauchbar, da bei der Errichtung Wartung und Reparaturen nicht mit bedacht wurden.

Schulkinder holen Wasser an einem neu gebohrten Brunnen | HfH

Das werden wir tun:

Unser Lions-Projekt steht für umfassende und nachhaltige Hilfsmaßnahmen. Da Toiletten und Brunnen in viel größerem Ausmaß benötigt werden, als es unser Projekt bereitstellen könnte ist unser Projekt nur der Auftakt für einen nachhaltigen Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe.
Mit dem Bau von zwei Brunnen mit Wassertanks sowie 200 Latrinen für die bedürftigsten Familien stoßen wir einen Lernprozess zur Schaffung lokaler Wertschöpfungsketten im WaSH-Bereich an: Zum Beispiel werden zehn Handwerker darin ausgebildet, die Latrinen aus lokalen Materialien nachhaltig zu Bauen und zu vermarkten. Um die Instandhaltung der Brunnen kümmern sich zukünftig im Rahmen des Projekts neu gebildete WaSH-Komitees in jeder Gemeinde, die kleine Entgelte zur Wassernutzung erheben und so zukünftig gemeinschaftlich die Kosten decken können.

Ausreichende Hygienepraktiken sind neben sauberem Wasser und sicheren Sanitäranlagen ein Schlüsselpunkt. Mit Aufklärungskampagnen und Hygienetrainings für die Familien in der Region wird ein größeres Bewusstsein für persönliche Hygiene, auch Menstruationshygiene, sowie Hygiene im Haushalt geschaffen. Damit reduzieren wir langfristig die Ursachen für die sogenannten „water borne diseases“, wasserbedingte Krankheiten, die als Folgen kontaminierten Wassers u.a. für eine hohe Kindersterblichkeit verantwortlich sind.

Der Wissensaufbau wird auf verschiedenen Ebenen vorangetrieben, denn lokale Interessensvertreter werden auch auf Distriktebene unterstützt, um die Umsetzung erfolgreicher Initiativen – „Best Practices“ aus dem Projekt weiter zu verbreiten. Mit der Bildung einer überregionalen Koordinationsplattform unterstützen, stärken und vernetzen wir die Akteure.

Materialien zum Bau von WaSH-Infrastruktur, auch Schülerinnen und Schüler helfen mit | HfH

WaSH und die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN:

Lions unterstützen mit ihren Projekten die Nachhaltigkeitsziele und stellen u.a. den nächsten jährlichen Lions-Kongress 2022 in Bonn unter das Motto „Unsere Welt nachhaltig bewegen“.  Unser WaSH-Projekt trägt zur Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG - Sustainable Development Goals) bei:

  • SDG 6: „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“ ist eines der wichtigsten UN-Nachhaltigkeitsziele, denn viele andere Ziele sind damit verknüpft.
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  • SDG 3: „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“ unterstützen wir, indem wir Wissen zu WaSH weitergeben und damit wasserbedingte Krankheiten vermeiden. Diese sind für viele Infektionen verantwortlich und damit für eine hohe Kindersterblichkeit genauso wie für eine geringe Lebenserwartung.
     
  •  SDG 4: „Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten“, dies erfüllen wir vor allem im Hinblick auf die Schulbildung von Mädchen: Da Wasserholen oft traditionell ihre Aufgabe ist, fehlen sie dadurch häufiger in der Schule. Auch Wissen zur Menstruation(s-hygiene) trägt dazu bei, dass Mädchen auch während ihrer Periode in die Schule gehen dürfen.
     
  • SDG 10: „Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern“, das schaffen wir dadurch, dass dieses Projekt in einem der ärmsten Länder der Welt umgesetzt wird. Da der Zugang zu WaSH-Infrastruktur vor allem in ländlichen Gegenden verbessert wird, werden damit Ungleichheiten vom Land zur Stadt verringert.

 

Helfen Sie mit und spenden Sie für „Wasser ist Leben“!

Wasser wird überall gebraucht: als Trinkwasser, für die Landwirtschaft, zur Nahrungszubereitung, für die persönliche Hygiene, zur Energieerzeugung und von der Industrie. Der Wasserverbrauch weltweit steigt stetig, durch die wachsende Weltbevölkerung und die Wirtschaft. Dabei werden Ressourcen verbraucht und verschmutzt, denn 80% der Abwässer weltweit werden nicht geklärt.

Mit unserem großen WaSH-Projekt 2021/22 in Malawi, sorgen wir für Wasser und für Nahrungsmittelsicherheit, für bessere Hygiene, wirken den Ursachen für Flucht und Migration entgegen und verbessern durch Ressourcenschonung die Umweltbilanz.

Für das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 600.000 Euro werden wir Zuschüsse beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beantragen. Dafür werden Eigenmittel in Höhe von etwa 160.000 Euro benötigt – unser Spendenziel. Wir laden Sie ein dazu beizutragen, dieses Ziel zu erreichen und den Menschen in Malawi zu helfen.

Bitte spenden Sie für „Wasser ist Leben“! Vielen Dank.

 

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