Wasserfilter PAUL – Portable Aqua Unit for Lifesaving

PAUL steht für die Versorgung mit dem wichtigsten Lebensmittel überhaupt: Sauberem Wasser.

Als echter Sympathieträger unter den Lions-Activitys hat sich der mobile Wasserfilter PAUL (Portable Aqua Unit for Lifesaving) erwiesen, den Lions in enger Kooperation mit der Universität Kassel und verschiedenen Partnerorganisationen zum Einsatz bringen. Angefangen als Prototyp der universitären Abteilung Siedlungswasserwirtschaft wurde PAUL inzwischen in zahlreichen Ländern und unter unterschiedlichsten Bedingungen eingesetzt.

Die Stiftung sammelt zentral Spenden und kümmert sich um den Einkauf, Transport und Lagerung sowie der Vermittlung und die Begleitung der Einsätze der Filter unter Nutzung seines Netzwerks und in vertrauensvoller Kooperation mit bewährten Hilfsorganisationen und Partnerorganisationen in aller Welt.

Über die bisherigen Einsätze von Lions-PAULs, können wir bis heute ein beeindruckendes Fazit ziehen: In den vergangenen Jahren wurden Spenden zur Anschaffung von über 750 PAULS gesammelt, die in über 30 Ländern der Erde zum Einsatz kamen. Damit wurden etwa ein Drittel aller über die Universität Kassel und den Erfinder des PAUL Prof. Dr. Franz-Bernd Frechen (Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft) in die Welt gebrachten PAULs über die Lions „vertrieben“. Die höchsten Stückzahlen haben Lions nach Naturkatastrophen etwa nach Haiti, auf die Philippinen, nach Nepal, auf den Balkan oder in die Karibik versendet.

2012 - Wasserfilter PAUL als Nahaufnahme
2012 - Wasserfilter PAUL als Nahaufnahme

Mit viel Erfahrung in die Zukunft

Erfahrungen aus den Einsätzen von Lions-PAULs in aller Welt haben gezeigt, dass der Einsatz von PAUL zielgerichtet und entsprechend begleitet einen höheren und nachhaltigeren Nutzen bringen kann, als im reinen Katastropheneinsatz. Zuletzt fanden sich für den Katastropheneinsatz weniger Abnehmer, da neben Transport- und Zoll auch die Schulung und der Einsatz mindesten einer Person, die sich um den sachgerechten Einsatz und die Wartung des Wasserfilters kümmert, zusätzlichen Aufwand und Kosten verursachen.

So hat sich PAULs Einsatzbereich von der reinen Bereitstellung im Katastrophenfall hin zum nachhaltigen Dauerbetrieb gewandelt. Damit verbunden ist die Schulung der Verantwortlichen, die vor Ort für den ordnungsgemäßen Betrieb und die Wartung von PAUL verantwortlich sind. Eine beratende Begleitung der ersten Zeit der Inbetriebnahme und regelmäßige Besuche (Monitoring) sowie regelmäßige Wasseranalysen haben sich ebenfalls bewährt und machen den Nutzen von PAUL messbar. Meist zeigen sich gute Erfolge vor allem durch den signifikanten Rückgang sogenannter wasserübertragbarer Krankheiten, wie z.B. Durchfallerkrankungen.

Weitere Informationen: So funktioniert PAUL

Gute Einsatzbedingungen für PAUL

Gute Erfolge erzielt PAUL, wenn ausreichend Oberflächenwasser zur Verfügung steht, d.h. in Überschwemmungsgebieten, in Gegenden wo das Wasser aus Seen oder anderen Gewässern genutzt, das Wasser in Tanks geleitet oder in Regenwassertanks gesammelt wird. Die Universität Kassel hat dieser Nutzung mit der Entwicklung der PAUL-Station Rechnung getragen, eine Konstruktion, die nicht nur den reibungslosen Dauerbetrieb unter voller Ausnutzung der Kapazität zur Filterung von über 1000 Litern Wasser pro Tag gewährleitet, sondern auch die Wartung vereinfacht. Zusatzkomponenten wie Leitungen, ein Schwimmer, der ein Überlaufen von PAUL verhindert sowie Ventile runden die PAUL-Station als kompakten Wasserversorger für ein kleines bis mittleres Dorf ab. 

2017 - Paul Zeichnung
2017 - Paul Zeichnung

Ergänzend erforderlich: Hygienewissen und Sanitäranlagen

Der Zugang zu sauberem Wasser ist eine Grundvoraussetzung des Überlebens. Ergänzend sollte ein gutes und nachhaltiges Wasserprojekt immer auch Maßnahmen zur Bewusstseinsschulung im Umgang mit Wasser, zur Hygiene und zur Verbesserung des Zugangs zu sanitären Einrichtungen (Handwaschstationen, Toiletten usw.) beinhalten. Lesen Sie hierzu Beispiele von WaSH-Projekten in aller Welt

Was zählt ist das Ziel!

Das Ziel ist immer die Verbesserung des Zugangs zu sauberem Wasser für Menschen in Not- und Krisengebieten.

Dazu können Lions auch weiterhin ganz wesentlich beitragen. Denn das unter den Lions gewachsene Bewusstsein über die Wichtigkeit der Ressource „Wasser“ sucht inzwischen seinesgleichen.

Neben PAUL können auch andere Methoden der Wasseraufbereitung und der Wasserversorgung – je nach Einsatzgebiet, Umständen und Anforderungen – in die Lions-Hilfe integriert werden.

Spenden
Passgenaue Hilfe – Tropfen für Tropfen!

Spenden Sie mit dem Verwendungszweck "Wasser ist Leben"

So kann ihre Spende je nach Bedarf für Wasserfilter PAUL oder andere Maßnahmen der Lions-Wasserhilfsprojekte verwendet werden.