Warum wir in Kenia helfen
Wasser ist und bleibt eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Klimawandel und Wetterextreme verschärfen die Problematik weiter. Das zeigt sich auch in Kenia, unserem diesjährigen Projektland für das Lions-WaSH-Projekt.

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Wasser ist und bleibt eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Klimawandel und Wetterextreme verschärfen die Problematik weiter. Das zeigt sich auch in Kenia, unserem diesjährigen Projektland für das Lions-WaSH-Projekt.

Kenia ist derzeit von schweren Dürren betroffen, die immer wieder die Ernten zerstören und Futter für die Viehherden knapp werden lassen. Viele Menschen mussten deshalb schon ihre Heimat und ihre Felder verlassen. Die kenianische Regierung hat für etwa 3.000 dieser Familien in Laikipia, am Fuße des Mount Kenya, ein neues Siedlungsgebiet bereitgestellt. Doch auch hier reicht das vorhandene Wasser nicht aus, um die Menschen zuverlässig mit sauberem Trinkwasser und Wasser für die Landwirtschaft zu versorgen. Die Wasserleitung in die Dörfer ist stark überlastet, sodass das Wasser rationiert wird und pro Dorf nur an ein bis zwei Tagen pro Woche Wasser verfügbar ist. Die Menschen leben von Subsistenz-Landwirtschaft, jedoch sind die Produktionskosten oft höher als die Erträge, sodass viele Familien zusätzlich als Tagelöhner arbeiten. Durch den Klimawandel verschlechtern sich die Ernten und das Weideland weiter.



Unser Projekt soll die Resilienz (Widerstandsfähigkeit) der Gemeinden gegenüber den negativen Auswirkungen des Klimawandels stärken. So wollen wir den Menschen in Laikipia helfen:
Frauen und Mädchen leiden besonders unter den oben beschriebenen Problemen, deshalb soll die Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsthema bei allen Zielen berücksichtigt werden. Die Menschen vor Ort werden aktiv am Projekt mitarbeiten und einbezogen, um eine Nachhaltigkeit der zu schaffenden Strukturen sicherzustellen. Zur Detailplanung der nötigen Maßnahmen reiste unser Governorrats-Beauftragter für WaSH, Hans Ludwig Rau, zusammen mit Mitarbeitenden unseres Partners Habitat for Humanity Ende Januar nach Laikipia.


Der Governorratsbeauftragter für WaSH, PDG Hans Ludwig Rau, war vor Ort im Projektgebiet unterwegs. Er machte sich ein Bild von der Situation und nahm am Planungsworkshop mit offiziellen Vertretern und dem Lions-Partner Habitat for Humanity Kenya teil.
In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung und weiteren internationalen Organisationen tragen wir mit unserem WaSH-Projekt zu Gesundheitsversorgung, Einkommensgenerierung und Infrastruktur bei und erhalten und verbessern nachhaltig die Lebensgrundlagen der Menschen in Laikipia.
Vor Ort arbeiten Lions gemeinsam mit der lokalen Organisation Habitat for Humanity Kenya.
Mit unserer langjährigen Partnerorganisation Habitat for Humanity Deutschland arbeiten Lions bereits seit 2010 zusammen und haben gemeinsam Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund einer Million Euro erfolgreich umgesetzt.
Ein enges Monitoring durch die Stiftung sowie die lückenlose und sehr gute Berichterstattung des Partners belegen, dass alle Gelder verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Da das Projekt für eine Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) angemeldet ist, werden wir strenge Kriterien und Richtlinien für die Rechenschaftslegung erfüllen müssen.
Mit einem Gesamtbudget von rund 1,2 Millionen Euro können laut aktuellem Budgetplan alle Maßnahmen des Projekts umgesetzt werden. Dazu werden nach derzeitigem Stand Lions-Spenden in Höhe von rund 190.000 Euro benötigt. Mit Mitteln unseres Partners Habitat for Humanity Kenya und einem möglichen Zuschuss des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung können unsere Eigenmittel mehr als sechsfach zählen!
Im Namen der Menschen in Kenia bedanken wir uns bei allen Spendern für ihre großzügige Unterstützung!
Ursprünglich war ein Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen aus drei Dörfern am Tana River mit neuer WaSH-Infrastruktur und erweiterten Einkommensmöglichkeiten außerhalb des Überschwemmungsgebietes geplant. In einer Absichtserklärung und zahlreichen Vorgesprächen wurde die dazu nötige, grundlegende Infrastruktur wie Straßen, Strom, Schulen, Häuser usw. durch die Regierung zugesichert. Als schlussendlich konkrete Zeitpläne erarbeitet werden sollten, erklärten die anwesenden Beamten, dass die Mittel derzeit leider nicht aufgebracht werden können, denn der Etat wurde durch die Dürre in den letzten vier Jahren für Nahrungsmittelhilfen aufgebraucht. Eine Perspektive für die nahe Zukunft konnte nicht gegeben werden.
Trotzdem möchten wir uns weiterhin für die Menschen in Kenia engagieren. Habitat for Humanity hat deshalb die Region Laikipia vorgeschlagen, wo unsere Unterstützung genauso dringend wie in Tana River benötigt wird. Wir hoffen, dass Sie die Notwendigkeit genauso sehen wie wir und danken für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen.
Auf den ersten Blick wirkt die Ebene von Laikipia County karg und lebensfeindlich. Man ahnt kaum, dass sich hier gerade das Leben in zahlreichen Dörfern zum Besseren wendet. Wo früher Wassermangel und Ernteausfälle den Alltag bestimmten, entstehen allmählich neue Chancen.

Jahrzehntelang war Wasserknappheit das größte Problem in Solio. Die vorhandene Leitung aus den Aberdare-Bergen war stark überlastet, pro Dorf stand nur an ein bis zwei Tagen Wasser zur Verfügung – viel zu wenig, um die Menschen zuverlässig zu versorgen.
Heute ist die Situation eine andere. Gemeinsam mit Habitat for Humanity Kenya, unserem Partner vor Ort, haben wir drei neue Brunnen gebohrt, drei weitere instandgesetzt und alle mit Solarpaneln ausgestattet. Ein fünf Kilometer langes Leitungsnetz verteilt das Wasser und transparente Abrechnungssysteme sichern die Nachhaltigkeit. Neu ausgebildete Gemeinde-Auditoren tragen nun dazu bei, auch die Wasserleitung aus den Aberdare-Bergen zu kontrollieren. Mit Wasserzählern dokumentieren sie, wo Wasser verloren geht, und suchen mit den Betreibern nach Lösungen.
Der Bau von drei großen Wasserbecken und eines 40.000-Liter-Stahltanks schreitet ebenfalls voran. Diese Infrastruktur ist das Fundament für Ernährungssicherheit, Hygiene und wirtschaftliche Entwicklung.

Die Trockenheit der Landschaft ist unübersehbar – verdorrte Maisfelder prägen das Bild. Doch dort, wo unsere „Farmers Field Schools“ entstanden sind, zeigt sich eine andere Realität: grüne Reihen von Kartoffeln, Bohnen, Kohl und sogar Koriander gedeihen unter Schattennetzen und Tröpfchenbewässerung. 320 Frauen beteiligen sich aktiv an diesen Modellfarmen.
„Unsere Gemeinschaft hat sich verändert“, sagt Esther Kaguru, Vorsitzende einer dieser Farmen. „Wir können unsere Familien ernähren und verdienen zugleich mit dem Verkauf von Gemüse und Setzlingen Geld.“ Auch die Baumschulen entwicklen sich prächtig. Obst- und schattenspendende Bäume werden gezogen, verkauft und um Felder herum gepflanzt, um den Wind zu brechen.
Besonders eindrücklich: Eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen und älteren Bewohnern in Village 6, die die produktivste Baumschule der Region betreiben. Inzwischen versorgen sie sogar andere Dörfer mit Setzlingen.

Genauso wichtig wie Wasser und Landwirtschaft ist die Hygiene. In zwei Schulen sind moderne Latrinenblocks entstanden, in Haushalten wurden 32 private Latrinen gebaut. Für Mädchen bedeutet dies mehr als nur Sauberkeit – es ist ein Schritt zu Chancengleichheit.
An der Mukandamia Primary School berichtet Lehrer Paul Muturi: „Die Mädchen haben nun während ihrer Menstruation einen sicheren Waschraum und können so regelmäßig am Unterricht teilnehmen.“ Auch in den „Girls Clubs“ wird offen über Menstruationshygiene gesprochen. „Wir haben das Schweigen beendet und auch die Jungen einbezogen“, sagt Lehrerin Corrines Karimi.
Lucy Wangui ist ebenfalls glücklich. Die 60-Jährige versorgt allein ihre drei Enkel, während die Eltern weit entfernt nach Arbeit suchen. Früher mussten sie alle eine baufällige Latrine nutzen, die ein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit darstellte. Heute zeigt sie stolz ihre stabile Toilette und die selbstgebaute Handwaschstation. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so etwas besitzen würde“, sagt sie dankbar.

Auch die Lions vor Ort engagieren sich stark in der Aufklärung zu Hygiene und bei Aufforstungsaktionen an Schulen – ein Einsatz, der in Solio sichtbar Wirkung zeigt.
Die Fortschritte in Solio zeigen eindrucksvoll, was Entwicklungszusammenarbeit bewegen kann, wenn sie die Menschen vor Ort einbezieht und stärkt. Die Unterstützung der Lions hat dazu beigetragen, dass sich Solio verwandelt – von einem trockenen Landstrich hin zu einer Gemeinschaft mit Zukunft.
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