Lions-Hilfe für Menschen aus der Ukraine

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar und den darauffolgenden Angriffen spitzt sich die Lage in der Ukraine immer weiter zu. Stündlich steigt die Zahl der Menschen, die vor der Gewalt in ihrem Heimatland fliehen. Die Not der Menschen aus und in der Ukraine ist für Lions Anlass zu helfen! Am 25.02.2022 richtete der Governorratsvorsitzende einen Spendenaufruf an die deutschen Lions.

Die Hilfsmaßnahmen der deutschen Lions richten sich vor allem auf die Aufnahme und Versorgung von geflüchteten Menschen in den Nachbarländern der Ukraine und im eigenen Land. Um die Hilfe mittel- und langfristig effizient aufzustellen, unterstützen die deutschen Lions die europäischen Lions-Partner und fördern die Vernetzung untereinander. Die internationale Lions-Gemeinschaft fördert durch Zuschüsse der Lions Clubs International Foundation die Hilfe von Lions Clubs in ganz Europa.

Der Governorratsvorsitzende der deutschen Lions hat ein Komitee für die Ukraine-Hilfe gebildet, das am 08.03.2022 erstmals tagte, um vorliegende Hilfsgesuche zu prüfen und Mittel zu genehmigen. Die Lions-Hilfe aus Deutschland wurde auf drei Säulen gestellt:

Lions helfen! Spenden Sie für die Menschen in der Ukraine! | action medeor/SDL

Drei Säulen der Lions-Hilfe

Die Distrikte Polen, Ungarn, Rumänien, Tschechien und weitere Anrainerstaaten der Ukraine, die die Geflüchteten empfangen und versorgen, können über ihre Governor Hilfsanträge zur finanziellen Unterstützung bei ihren Hilfsmaßnahmen an das Komitee stellen. Kontakt- und Vernetzungsanfragen von Lions werden über das ehrenamtliche Lions-Netzwerk weitergeleitet.

The districts of Poland, Hungary, Romania, the Czech Republic and other countries bordering Ukraine that receive and provide for the refugees can submit requests for financial support for their relief efforts to the committee through their district governors. Contact and networking requests from Lions are forwarded through the Lions volunteer network.

Die deutschen Lions Clubs Hilfswerke/Fördervereine können Anträge stellen, wenn sie  Menschen unterstützen, die sich aufgrund des Krieges in der Ukraine in einer Notlage befinden. Dies gilt für die Menschen in der Ukraine als auch für Geflüchtete in den Nachbarländern und Deutschland. Detaillierte Informationen zu den Förderbedingungen im Infoblatt (siehe Downloads unten auf der Seite).

Landesbüros und bestehende Strukturen ermöglichen gemeinsam mit unseren Partnern auch die Hilfe in der Ukraine selbst, vor allem in der Soforthilfe. Derzeit ist das vor allem die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs sowie medizinischen Materialien und Medikamenten.

Bitte helfen auch Sie!

| Lions Ungarn
Verladung von Hilfsgütern | Lions Ungarn
| H. Dallmann

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für die Menschen in Ukraine mit Ihrer Spende!

Spenden

Spendenkonto
Stiftung der Deutschen Lions
Frankfurter Volksbank
IBAN: DE40 5019 0000 0000 4005 05
BIC: FFVBDEFF

Spendenstichwort: Ukraine-Hilfe

Die Stiftung der Deutschen Lions zieht von den Spenden keine Verwaltungsgebühr ab.
​​​​​​​Ihre Spende kommt zu 100% den durch das eigens gegründete Lions-Komitee befürworteten Projekten zugute.

Gemeinsam mit action medeor unterstützen Lions Hilfslieferungen in ein Krankenhaus in Ternopil, derzeit wird geprüft ob die Unterstützung auf weitere Krankenhäuser ausgeweitet werden kann. | action medeor
Ein ganzer LKW voller Hilfe packen Lions gemeinsam mit action medeor für ein Krankenhaus in Ternopil in der Ukraine.
500 Hilfspakete mit Nahrung, Hygieneartikeln und benötigten Medikamenten sind gemeinsam mit unserem Partner Help e. V. auf dem Weg

Mit Ihrer Spende können wir gezielt helfen

Der Bedarf an Hilfe bleibt groß. Die Geflüchteten, unter ihnen viele Kinder, haben oft nur das Nötigste mitnehmen können und stehen vor dem Nichts. Es werden Notunterkünfte und Feldküchen benötigt und es besteht ein großer Bedarf an Trinkwasser und Lebensmitteln, warmer Kleidung, Decken, Gütern des täglichen Bedarfs, Hygiene- und Babyartikeln, Medikamenten und medizinischen Verbrauchsmitteln. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisation beschaffen wir die benötigten Hilfsgüter bedarfsgerecht und zielgerichtet vor Ort.

Mit einer Geldspende helfen Sie am besten, da diese gezielt eingesetzt werden kann. Für Sachspenden gibt es inzwischen fast überall zentrale, städtische Sammelstellen. Bitte erkundigen Sie sich in Ihrer Gemeinde!

Humanitäre Hilfe wird weit in die Zukunft hinein und in nicht absehbarem Ausmaß gebraucht werden. Bitte beachten Sie auch die aktuelle Spenden-Info des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI) mit Tipps für das sichere Spenden in Katastrophen- und Krisenfällen und vor allem aktuell in der Ukraine sowie Tipps für engagierte Unternehmen.
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​​​​​​​Die große Resonanz auf den Lions-Spendenaufruf am 25. Februar 2022 macht es möglich, gezielt zu handeln. Vielen Dank allen, die bereits gespendet haben!

Downloads:

Wir helfen helfen!

Wir unterstützen die deutschen Lions Clubs bei ihren Hilfsaktionen für die Menschen aus der Ukraine. Stellen Sie einen Antrag auf Förderung! Hier finden Sie weitere Informationen und die Antragsformulare.

Weiterführende Informationen für Spenderinnen und Spender:

Laden Sie unser E-Mail Signaturbild und nutzen Sie es für Ihre E-Mails! Verlinken Sie das Bild in Ihrer Signatur mit dem Spendenlink (mit rechter Maustaste klicken und "Link kopieren" auswählen) und unterstützen Sie die Lions-Hilfe für die Ukraine:

Ihre Hilfe kommt an! So setzen wir Ihre Spenden ein (lfd. aktualisiert):

Lions haben mit ihrem Partner action medeor einen ersten LKW voll dringend benötigter Hilfe an das städtische Krankenhaus in Ternopil in der West-Ukraine geschickt. Die Ladung: 30 Paletten mit Spritzen, Kanülen, Verbandsstoffen, Gipsverbänden, Handschuhen, lnfusionslösungen und vielem mehr mit einem Gesamtgewicht von 10,5 Tonnen. Yaroslav Chaikyvskyy, Direktor des Krankenhauses in Ternopil, berichtete unserem Partner, dass hier viele verletzte Menschen behandelt werden, die aus den ostukrainischen Gebieten geflohen sind und Schutz suchen. Unter den Flüchtenden sind viele Frauen, auch Familien mit Kindern.

Mehr Hilfslieferungen folgen, derzeit wird für weitere Krankenhäuser der Bedarf ermittelt.

Mit unserem bewährten Partner der Nothilfe Help e.V. aus Bonn wurde die Bereitstellung und Verteilung von 500 Hilfspaketen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln ermöglicht. Noch einmal 500 Menschen erhielten dringend benötigte medizinische Behandlung und Medikation, die vor Ort ohne Hilfe nicht mehr geleitstet werden kann. Help ist schon seit 2021 in der Ukraine tätig, um für Vertriebene aus dem Osten des Landes sowie andere benachteiligte Gruppen neue Perspektiven und bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Bis zum russischen Einmarsch hat Help ihnen mit Ausbildungen und Trainings bei der Jobsuche und Unternehmensgründung geholfen. Inzwischen widmet Help die volle Aufmerksamkeit der Nothilfe im ganzen Land. Durch die Präsenz in Südosteuropa und die jahrzehntelange Nothilfe-Erfahrung kann Help schnell auf veränderte Bedarfe vor Ort reagieren und die Menschen effektiv unterstützen. Aktuell arbeitet das Team an weiteren Hilfsmaßnahmen, die auch die vielen Geflüchteten in den Nachbarstaaten unterstützen sollen.

Die Lions unterstützen Help bei weiteren Aktionen.

Unser Nothilfepartner Habitat for Humanity engagiert sich seit 1992 um die Schaffung von sicherem und würdigem Wohnraum in Mittel- und Osteuropa. Habitat for Humanity ist seit 1992 in Polen und seit 1996 in Rumänien und Ungarn tätig. Das zentrale Büro für die Region Europa und Naher Osten hat seinen Sitz in der Slowakei. Mit Habitat unterstützen die Lions aktuell Familien im Transit durch die Deckung des unmittelbaren täglichen Bedarfs, u. a. durch Notfall-Reisepakete (Rucksack mit Artikeln wie Powerbank, SIM-Karte, Socken, Hygieneartikel und Transportgutscheine) sowie Hotelgutscheine zur vorübergehenden Unterbringung. Außerdem wird langfristige Unterstützung im Bereich Wohnungsbau, Renovierung und Bauwesen geleistet, indem Partner, die daran arbeiten, Leerstände, wie ungenutzte Schulen und Fabriken, für die Unterbringung von Geflüchteten umzunutzen und Mietwohnungen in den Aufnahmeländern renovieren, unterstützt werden. Habitat beteiligt sich an regelmäßigen Koordinierungstreffen des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UN-HCR) und hat Verstärkung in die an die Ukraine angrenzenden Länder entsandt.

Der Lions Club Kaltenkirchen erhielt finanzielle Unterstützung für eine große Hilfslieferung für Kiew, die am Wochenende um den 11. März ihren Zielort erreichte. Unterstützt wurde die Aktion vom LC Kaltenkirchen, zahlreichen lokalen Unterstützern und per Antrag an die Stiftung mit rund 50.000 Euro aus den Lions-Spenden für die Ukraine-Nothilfe. An Bord eines 40 Tonners waren medizinische Hilfs- und Bedarfsmittel. Mit der Ausrüstung der Sanitätseinheiten und ÄrztInnen vor Ort soll die Notfallversorgung auch bei Massenanfall von Verletzten, etwa nach Bombardierung von Wohngebäuden ermöglicht werden. Die Bedarfsliste wurde mit dem Verein "Ukrainische Ärztevereinigung Deutschland e. V." und  mit den Helfenden vor Ort abgestimmt. Annette Brand, Governorin im Distrikt Nord, lobte die engagierten Mitglieder des LC Kaltenkirchen und deren Familien, die so schnell gehandelt haben und schrieb uns: "Ich freue mich riesig, dass das Komitee und die Stiftung genauso schnell waren und dies mit ermöglicht haben. Wir brauchen solche guten Nachrichten!"

Der LC Hofgeismar hat in Kooperation mit einem Mineralwasser-Produzenten die Lieferung von zunächst 300.000 Flaschen Mineralwasser in 0,5 und 1 Liter-Gebinden auf den Weg gebracht. Ein Partner produziert kostenlos die entsprechenden Lions-Etiketten und die „Schienenbrücke“ der DB Cargo gewähreistet den sicheren Transport. Die Verteilung erfolgt entlang der Schienenbrücke in der Ukraine. Die Lieferung folgte dem Hilferuf einer Lionsfreundin aus der Ukraine, die Wasser in Kunststofflaschen, das auch für Säuglingsnahrung geeignet ist, als dringenden Bedarf benannt hatte.

Flyer zur laufenden Aktion downloaden
​​​​​​​Hier gehts zur Website des LC Hofgeismar: https://www.lions-hofgeismar.de/

Die Bielefelder Lions bringen im März eine Hilfslieferung mit mobilen Unterkünften auf den Weg. Die 4x8 Meter großen Zelte, die strengen Sicherheitsvorkehrungen genügen müssen und beheizbar sind, werden über einen Zwischenstopp in Polen in die Grenzstadt Yaworiv in der Ukraine per LKW geliefert. Die Unterbringung der Geflüchteten stellt die Gemeinden vor große Herausforderungen, aufgrund der sich stetig verändernden Lage sind mobile Unterbringungsmöglichkeiten besonders gefragt.

Im Distrikt 121 - Polen unterstützen die deutschen Lions auf Antrag der Distriktgovernorin Anna Werno die Engagierten des Polnischen freiwilligen Bergrettungsdienstes (Górskie Ochotnicze Pogotowie Ratunkowe - GOPR). „Viele Flüchtlinge aus der Zentral- und Ostukraine ziehen in die nun sichereren ländlichen und bergigen Gebiete der Westukraine.“ schilderte sie im Antrag die Situation vor Ort. „Angesichts der langen Wartezeiten an den offiziellen Grenzübergängen sowie der Schwierigkeiten und Gefahren beim Zugang zu diesen Übergängen (z.B. durch Angriffe) entscheiden sich einige Flüchtlinge, die so genannte "grüne Grenze" zu überqueren. Derzeit ist der Grenzübertritt in den Bergen aufgrund der vorherrschenden Witterungsbedingungen (1,5 m Schnee) schwierig, aber die Menschen, die um ihr Leben fürchten, nehmend das Risiko auf sich. Die Menschen (überwiegend Frauen) mit kleinen Kindern marschieren durch bewaldete Wildnis, ohne Rastmöglichkeiten und mit hoher Verletzungsgefahr. Wenn die Flüchtlinge auf der polnischen Seite ankommen und geortet werden, werden sie zu den nächstgelegenen GOPR-Punkten gebracht.“ Mit Spenden der deutschen Lions wurden bereits dringend benötigte Hilfsmittel wie AEDs (Automatisierter Externer Defibrillator), Sauerstoffgeräte, Ausrüstung für Rettungsexpeditionen sowie Heizgeräte finanziert.

Über die Governorin des Distrikts 124 – Rumänien Pompilia Szellner erreichte das Komitee ein Hilfsantrag zur Versorgung von Geflüchteten, die an drei Standorten in Rumänien in Klöstern untergebracht werden. Zunächst handelt es sich hierbei hauptsächlich um Frauen und Kinder, die als Transitflüchtlinge bald weiterziehen, jedoch erwarten die Rumänen eine Zunahme der Flüchtenden, die im Land verbleiben. Mit den Lions-Spenden aus Deutschland wurden die Ausstattung für rund 100 Plätze, sowie Bedarfsgüter für hundert Menschen finanziert. Außerdem wurden damit rund 2.500 Vollverpflegungen (Frühstück, Mittag- und Abendessen) ermöglicht.

Mit einem Gesamtvolumen von rund einer Viertel Million Euro unterstützt der Distrikt ON, Lions Clubs Cottbus, in Zusammenarbeit mit dem Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Staatskanzlei Brandenburg eine große Hilfslieferung von medizinischem Material, Lebensmitteln und Drogerieartikeln. Das Ukrainehilfe-Komitee bewilligte den Antrag über ein Volumen von 100.000 Euro aus den Spenden der deutschen Lions. In Polen kommen unvermindert zahlreich Geflüchtete aus der Ukraine an, die auf alle Verwaltungsbezirke (Woiwodschaften) Polens verteilt werden. Die beiden Woiwodschaften Lebus (województwo lubuskie) und Niederschlesien (województwo dolnośląskie) haben ca. 350.000 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen. Das führt auch zu einer besonderen Herausforderung in der gesundheitlichen Versorgung, für die eine qualifizierte Beschaffung von entsprechenden Produkten notwendig ist. Der Bedarf ist außerordentlich hoch, die Angaben zu den Bedarfen durch die geographische Nähe der Verantwortlichen zu den Versogungsstellen und und durch direkte Ansprechpartner in den jeweiligen ukrainischen Partnerregionen, sehr zielgenau. Angeforderte Materialien entsprechen nach der Einschätzung des DRK Landesverbandes Brandenburg der konkreten Notsituation vor Ort. Der Lions Club Cottbus koordiniert die Antragsstellung und Zusammenarbeit, begleitet den Transport der Güter, die bis Ende April komplett ausgeliefert werden.

-->Hier finden Sie den Bericht und Bilder (Webseite LC Cottbus)

Mit rund 40.000 Euro unterstützen die deutschen Lions die Ausstattung eines Wohnheim im polnischen Sopot für rund 200 geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Die Stadt Sopot hat von der Universität zwei Wohnheime zur Verfügung gestellt bekommen, um Menschen aufzunehmen. Die Ausstattung wird nun bedarfsgerecht unterstützt, mit dem Kauf von 100 Betten, Matratzen, Decken und Kopfkissen sowie Waschmaschinen und Trocknern. Trockner sind notwendig, da das Wäschetrocknen in den Räumen zu hohe Feuchtigkeit verursachen würde. In enger Abstimmung mit dem Bürgermeister der Stadt Sopot wurde der Antrag des Distrikts zur sofortigen Umsetzung bewilligt und ausgezahlt.

Den Krankenhäusern in der Ukraine mangelt es an fast allem. Auf Initiative und unter finanzielle Beteiligung der Mitglieder des Lions Clubs Grevenbroich erhält das Krankenhaus eines Kiewer Vororts nun einen zusätzlichen Krankenwagen. Das Fahrzeug wurde avisiert, technisch überprüft und nun überführt, und wird das Krankenhaus bei der Aufnahme und dem Transport von Verletzten zukünftig unterstützen.

Bei der Organisation des Transports und der Bereitstellung von sechs Wasserfiltern vom Typ PAUL wurde der Governorratsbeauftragte für WaSH, Hans-Ludwig Rau, unterstützt. Die sechs Wasserfilter wurden unter Mithilfe ukrainischer Lions zu drei Krankenhäusern in der Ukraine transportiert, deren Infrastruktur zur Versorgung mit sicherem Wasser beschädigt ist. Das PAUL-gefilterte Wasser schützt vor Magen-Darm-Erkrankungen und bietet eine Alternative der Versorgung mit trinkbarem Wasser.

Für eine kleine aber symbolisch große Hilfsaktion erhielt der Lions Clubs Hemer Unterstützung. In Abstimmung mit der Flüchtlingskoordination der Stadt Hemer wurden Trost-Tüten an geflüchtete ukrainische Kinder verteilt. Besonders die Kinder leiden unter dem Krieg, der Flucht und teilweise traumatischen Erfahrungen. Sie sollen sich willkommen geheißen fühlen und in Ruhe ankommen. In der Stadt und der näheren Region ankommenden Kindern werden die Spendentüten mit Malsachen, Spielzeug und Kuscheltier einen kleinen Trost bieten.

Der Lions Club Dresden Kosel berichtete zur Unterbringung von Geflüchteten in Dresden, dass diese immer noch überwiegend in Eigeninitative bei Familien geleistet wird, da die städtischen Aufnahmeeinrichtingen volllaufen. Es wird zunehmend versucht, die Unterbringung in Hotels, Turnhallen und der Messe Dresden zu organisieren. Die Situation ist auf längere Sicht nicht befriedigend, da Massenunterkünfte keine adäquate Unterbringungsmöglichkeit darstellen. Mit Unterstützung der Ukraine-Hilfe der deutschen Lions wird insgesamt fünf Familien mit Kindern (insgesamt 18 Personen) eine dauerhafte Unterkunft ermöglicht, auch mit dem Ziel diese durch Eigeninitative der Lions in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu erhielt der Lions Club Dresden Unterstützung bei seinem eigenen finanziellen und persönlichen Engagement zur Ausstattung von vier Wohnungen für Geflüchtete. 

Mit einer eigenen Spendenaktion und dem Aufruf im Distrikt Süd-Mitte (SM) in direkter Zusammenarbeit mit dem Lions Club Kiew, hat Distriktgovernorin Gabi Hailer die Mitglieder ihres Distriktes zur gezielten Unterstützung von Medikamentenlieferungen nach Ternopil, Ukraine über den Lions-Nothilfepartner action Medeor aufgerufen. Die Medikamentenlieferungen im Wert von insgesamt 150.000 Euro aus Mitteln des Distrikts und Lions-Spenden werden laufend in das Partnerkrankenhaus in Ternopil verfrachtet.

Mit Unterstützung eines großen Netzwerks aus vielen engagierten Partnern hat der Lions Club Hochschwarzwald seine Ukraine-Hilfsaktion geplant und realisiert und vom Lions-Komitee hierzu die Bewilligung zur finanziellen Unterstützung erhalten. Mit einer Freiwilligengruppe und Mitarbeitern rund um einen lokalen Mediziner in der Ukraine, können nun vor Ort die bedürftigen ambulanten Patienten mit Medikamente besser versorgt werden. Eine weitere Herausforderung vielerorts ist die Verlegung von transportfähigen Patienten aus Krankenhäusern nahe der Front zu Krankenhäusern im Westen der Ukraine. Durch den ständigen Zustrom von Verletzten können die Krankenhäuser nahe der Front nur noch beschränkt Patienten aufnehmen, es muss aber dort für neue, nicht transportfähige Patienten Platz geschaffen werden. Mit der Beschaffung und Lieferung von zwei Krankentransportwagen vom Typ A helfen Lions nun diese Herausforderung zu bewältigen.

Ein große Hilfslieferung aus dem Distrikt Bayern Ost stellte der Lions Club Weiden auf die Beine. Mit Waren im Wert von 120.000 Euro wurden Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs gingen LKW mit Unterstützung eines Weidener Handelsunternehmens nach Transkarpatien in die Region Bushtyno geliefert. Die Kontakte vor Ort machten die Distribution innerhalb des Landes bis nach Kiews und Mariupol möglich. Der Distrikt unterstützt auch ankommende Geflüchtete in den Gemeinden seiner Region und bringt sich aktiv ehrenamtlich ein.

Im Lions Club Freyung Grafenau hat Hilfe für die Ukraine eine lange Tradition. Die partnerschaftliche Verbindung in die Stadt Skole in der Ukraine. Die Stadt Skole, bisher ca. 6000 Einwohner, wird von Binnenflüchtlingen, bisher so viele wie ansässige Einwohner, überschwemmt. Jede Familie in Skole, so berichtet der Projektleiter, hat bereits Flüchtlinge in ihrer Wohnung aufgenommen. Die Kontakte in Skole teilten mit, dass Lebensmittel derzeit vor allem in größere umkämpfte Städte geliefert würden. Dadurch sei die Versorgung der Bewohner von Skole und der dortigen Binnenflüchtlinge nicht mehr gewährleistet. Mit mehreren großen Lieferungen konnte nun geholfen werden. Die Lions haben mit der Bereitstellung von rund drei Tonnen Fleisch- und Wurstwaren zum Selbstkostenpreis unterstützt und die Transporte organisiert.

Der Lions Club Hürth/Rheinland führte Ende April einen Hilfstransport für die Partnerstadt Peremyschljany in der Ukraine durch. Das Drehkreuz für die Lieferungen von Stromaggregaten, Schläfsäcke und Isomatten ist die Partnerstadt Skawina in Polen. Dort werden die Hilfsmittel auf LKW nach Peremyschljany, ca. 280 Km entfernt in der West-Ukraine, umgeladen. In Peremyschljany kommen täglich Binnengeflüchtete in großer Zahl an, deren Versorgung und Unterbringung in Notuunterkünften nun Unterstützung erhielt.

Mit der Gründung einer siebköpfigen Arbeitsgruppe hat der LC Ammerland Inamorata sich der Hilfe für die Menschen aus der Ukraine angenommen. Mit Waren und Transportleistung im Wert von rund 35.000 Euro und einem Drittel Eigenleistung und der unbezahlbaren Tatkraft der Lions wurden Transporte von dringend benötigten Bedarfsgütern zur Versorgung von Geflüchteten im polnischen Krosno und zur Weiterverteilung an Verbliebenen in Uschhorod in der Ukraine möglich.

Die Bedingungen für Intensivmediziner und Anästhesisten in der Ukraine sind teilweise katastrophal. Die Vielzahl an Verletzten und Schwerverletzten benötigt enorme Ressourcen. Dazu zählt auch die Versorgung mit Blutkonserven für überlebenswichtige Transfusionen bei Schwerverletzten. Der ukrainische „Blood Transfusion Service“, so berichtete der Projektleiter vom Förderverein Oranienburg, muss gegenwärtig unter Kriegsbedingungen arbeiten. Der Krieg verhindert die planmäßige Bereitstellung der dringend benötigten Ressourcen. Dazu gehören auch die Blut-Gefrierschränke bis -45 Grad Celsius. Blut-Plasma wird bei -25 Grad Celsius oder weniger gelagert und kann so für 12 Monate in den Blutbanken des Landes aufbewahrt werden oder verschickt werden. Insgesamt 60 dieser dringend benötigten Gefriergeräte hat der Förderverein beschafft und auf den Weg gebracht, vor Ort sorgen ukrainische Fachleute für die sachgemäße Verteilung und Inbetriebnahme.

Der LC Alfeld unterstützt einen lokalen Sportverein mit der Bereitstellung von Ausrüstung für Kinder und Jugendliche, die am Sportangebot des Vereins für Geflüchtete teilnehmen. Das Angebot erreicht ca. 500 Jugendliche und soll vor allem Begegnungen fördern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten und helfen Abstand zu den schlimmen Erlebnissen in der Heimat zu finden. Ehrenamtlich werden die Mitglieder des Clubs sich vor Ort mit weiteren Hilfsangeboten und tatkräftigem Einsatz beteiligen.

Im 14-tägigen Abstand transportiert der Christliche Hilfsdienst Bad Hersfeld e.V. Bedarfsgüter in die Urkaine. Die Lions unterstützten diese Transporte durch bedarfsgerechte Sachspenden und wollen zukünftig auch die langfristige Unterstützung durch eigens initierte Charity-Aktionen gewährleisten.

Als der Lions-Club Weil am Rhein 2005 gegründet wurde, hatte Gründungsmitglied Thomas Harms mit dem von ihm mitgegründeten Kinderhilfswerk Kiew e.V.  bereits seit weit mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlich Hilfe für Kinder geleistet, die in der Ukraine aufgrund der Tschernobyl-Katastrophe an Krebs erkrankt waren. Mit den Jahren wurden diese Kinder größer, aber die Arbeit endete nicht. Darüber, wie sich die von ihm geleistete Hilfe im Laufe der Jahrzehnte geändert hatte, sollte Thomas Harms eigentlich schon an einem Clubabend im Spätjahr 2021 berichten; dieser Abend fiel aber zunächst pandemiebedingt aus. Als der Vortrag dann im Frühjahr endlich nachgeholt werden konnte, war alles plötzlich ganz anders und die Frage, wie man den Menschen aus der Ukraine helfen könnte erschreckend aktuell.

Besonders betroffen ist die Zivilbevölkerung dort, wo am härtesten gekämpft wird. So können viele Menschen wegen Stromausfällen, zerstörten Gas- und Wasserleitungen oder der Zerstörung ihres gesamten Wohnraumes keine Lebensmittel mehr zubereiten.

Die Versorgung mit Lebensmitteln oder Hygieneartikeln ist unterbrochen, weil Supermärkte über Monate nicht beliefert werden können und geschlossen bleiben; Busverbindungen können durch die Zerstörung von Fahrzeugen vielfach nicht aufrecht erhalten werden; es gibt eine große Anzahl zum Teil schwer verwundeter Zivilpersonen und eine andauernde Medikamentenversorgung von Dauerpatienten wie Diabetikern kann nicht aufrecht erhalten werden. All dies führt von Ort zu Ort zu unterschiedlichen, aber stets großen Problemen und wer effizient helfen möchte, muss sich der Herausforderung stellen, Hilfe nicht nur vor Ort zu leisten, sondern sie schnell an die sich oft von Tag zu Tag ändernden Bedingungen anzupassen.

Das reicht von unterschiedlich zusammengestellten Lebensmitteln, Hygieneartikeln- wie Shampoos oder Inkontinenzwindeln für ältere Personen in Bunkern - über Medikamente, Schmerzmittel bis hin zu Schlafsäcken, Taschenlampen oder Fahrrädern, mit denen Versorgungsstellen für den Grundbedarf erreicht werden können. Die Logistik, die hinter einer effizienten Verteilung der Hilfsmittel steht, ist gigantisch.

Der Club stellte nicht nur einen erheblichen Teil der diesjährigen Ostereier-Einnahmen für die Ukraine-Hilfe bereit, sondern stockte die Summe auch aus Clubmitteln noch weiter auf. Auch der Distrikt (DG 2021/22 Gabriela Steffens) sagte finanzielle Unterstützung des Distrikthilfswerks zu. Außerdem wurden Hilfen bei der Stiftung beantragt.  Die Bewilligung des Förderantrages durch die Stiftung deutscher Lions in voller Höhe von 44.600 Euro kam dann sehr schnell- "viel schneller als erwartet", wie Präsident Peter Pietruk uns berichtete.

Wie in der Soforthilfe üblich, war die Bewilligung mit der Aufforderung verbunden, eine „zeitnahe“ und „komplette“ Verwendung der Spenden sicherzustellen- eine Aufforderung, der der Club nur zu gerne nachkam. So dauerte es nach der symbolischen Übergabe der Spende nur drei Tage, bis der erste LKW mit aus Stiftungsmitteln finanzierten Hilfsgütern gepackt und auf den Weg in die Ukraine gebracht werden konnte, wo die Hilfsgüter weiter verteilt werden und ihre Empfänger erreichen. (Bericht: LC Weil am Rhein/Peter Pietruk)

Weitere Informationen auf der Lions Club-Website Weil am Rhein

Laufend werden neue Hilfsaktionen initiert und durchgeführt. Es kann etwas dauern, bis Bilder und Berichte die Stiftung erreichen oder die Umstände machen es schwierig Fotos und Berichte anzufertigen. Das Prinzip ist "Helfen vor Berichten". Wir nehmen gerne Bilder und Berichte entgegen, wenn Sie Ihre Hilfsaktion hier vermissen. Bitte senden Sie diese an: j.arens@lions.de Vielen Dank!