Große Not in Indien – Corona-Hilfe der deutschen Lions

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die die Welt nun seit über einem Jahr fest im Griff hat, treffen jeden. Doch wo wir hier in Deutschland und Europa mit dem Aufholen der Impfkampagne wieder positiver in die Zukunft blicken können, ist die Lage in vielen anderen Ländern weiterhin dramatisch. Besonders hart trifft es derzeit Indien.

Die Bewohner stehen für eine Impfung an
| GLRA India

Die Ärmsten der Armen trifft es doppelt

Hier kämpfen Menschen nicht nur in den überfüllten Krankenhäusern ums reine Überleben, zusätzlich sind auch die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 in Indien enorm und führen zu einer existentiellen Bedrohung der Menschen ohne soziales Netz und staatliche Hilfen.

Durch wiederkehrende Phasen der Einschränkungen und harter Lockdowns sind Millionen Menschen arbeitslos geworden, insbesondere Tagelöhner und Wanderarbeiter. Mit dem zweiten Lockdown für ganz Indien sitzen viele von ihnen in den Städten fest, ohne Einkommen und Möglichkeiten, Schutzmaßnahmen einzuhalten. Auch viele Familien auf dem Land konnten sich nicht auf den Lockdown vorbereiten, der zu einer anhaltenden Unterbrechung der Lebensmittelversorgung führen könnte.

Sauberes Wasser und Hygiene reduzieren die Infektionsgefahr mit COVID-19

Unsere Partner im aktuellen Lions-WaSH-Projekt in Indien, die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V. (DAHW) und der lokale Partner GLRA India, haben angesichts der großen Not das inzwischen zweite Nothilfe-Programm gestartet und Lions um Hilfe gebeten.

Die erfolgreiche Soforthilfe aus 2020 weiterführend, können wir 12.000 besonders benachteiligte Menschen in ganz Indien, unter anderem auch in der Zielregion unseres derzeitigen WaSH-Projekts, unterstützen. Wir verteilen vor Ort dringend notwendige Lebensmittel, Familien erhalten zum Beispiel Nahrungsmittel von je einem Wochenbedarf (1L Öl, 1kg Jodsalz, 1,5kg Reis oder Weizenmehl und 1,5kg Linsen), der über die erste Not hinweg hilft. Durch die Bereitstellung und Verteilung von Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel wird der Verbreitung des Virus entgegengewirkt. Die DAHW prüft zudem, ob auch Sauerstoff zur Verfügung gestellt werden kann. Zusätzlich setzen die Helfer auch hier auf Gesundheit durch Aufklärung, wie in den Kernaktivitäten unseres WaSH-Projekts: Durch Schulungen wird das Hygiene-Bewusstsein allgemein verbessert, was nicht nur jetzt vor COVID-19 schützt, sondern nachhaltig hilft, Infektionen und Erkrankungen jeder Art vorzubeugen.

Große Solidarität für Indien

Die Hilfsbereitschaft der Lions nach dem Spendenaufruf des Governorratsvorsitzenden der deutschen Lions, Wolfgang Tiersch am 30. April war überwätltigend. Innerhalb kürzester Zeit sind für dieses Projekt über 100.000 Euro an Spendengeldern eingegangen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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